Entspannungstechniken

Wie Stress entsteht
Stress, Überlastungen und Zeitnot lassen sich nicht immer vermeiden. Stress wird aber individuell sehr unterschiedlich empfunden, ist also nicht absolut, sondern hängt von der Reaktion des Individuums auf ihn ab. Mögliche auslösende Faktoren können Störungen der sozialen oder der beruflichen Interaktion, Blockierungen der emotionalen Ausdrucksfähigkeit, Verletzungen, Schlafmangel und vieles mehr sein.

Was Stress für den Körper bedeutet
Tief in unserem Inneren ähneln wir noch unseren Vorfahren, die vor dem wilden Löwen flüchten oder unter anderen Lebensgefahren das Mammut jagen mussten. Physiologisch hat sich unser Körper heutigen Stresssituationen noch nicht angepasst, sondern reagiert mit der Ausschüttung der für damalige Ereignisse wichtigen Stresshormone, z.B. Adrenalin und Cortisol, die den Organismus zu körperlichen Hochleistungen aufpeitschen. Während unsere Vorfahren diese Hormone durch viel Bewegung schnell wieder abbauen konnten, wir uns aber im Büro sitzend über unseren Chef ärgern, kursieren diese Hormone in unserem Körper und richten viel Unheil an, indem sie z.B. das Immunsystem ungünstig beeinflussen, zu Bluthochdruck führen, das Herz belasten, den Stoffwechsel durcheinander bringen und Schmerzen verursachen.

Wie Entspannungstechniken helfen können
Entspannungstechniken wirken im doppelten Sinn. Einerseits werden durch sie bereits vorhandene Spannungen und Erregungen abgebaut. Andererseits wird durch sie gleichzeitig Unempfindlichkeit entwickelt gegen weitere Erregung in spannungserzeugenden Situationen. Diese erhöhte innere Gelassenheit ist bei allen Verfahren in einer veränderten Hirnaktivität messbar.

Entspannungstechniken, die Sie bei mir lernen können

Autogenes Training (AT)

AT ist eine konzentrative Selbsthypnose zu Ausgeglichenheit und innerer Ruhe. Durch formelhafte Sätze und durch die Vorstellung bestimmter Zustände beruhigen sich Puls und Atmung und durch regelmäßiges Üben überträgt sich dieser Zustand auf den ganzen Körper. Der zusätzliche Vorteil dieser Methode liegt in der so genannten “erweiterten Oberstufe”, die dem Klienten hilft, durch Autosuggestionen seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen zu folgen.

Progressive Muskelrelaxation (PMR) nach Jacobson
Bei der PMR wird durch gezieltes Anspannen, Spannung halten und Entspannen einzelner Muskelgruppen stufenweise fortschreitend eine allgemeine Entspannung ähnlich dem AT erreicht. Im Behandlungsmittelpunkt stehen schmerzhafte Muskelverspannungen.